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Die einstmals berüchtigten Examen zum Schuljahresschluss kennen Sie vielleicht. Im Beisein von Gemeindebehörden und anderen Grössen fand das Gericht statt. Die Kinder wurden aufgerufen, mussten mit Zahlen jonglieren, Gedichte hersagen oder wurden über die Schlachten befragt und über die Städte und Flüsse. In Heinrich Federers Erzählung «Vater und Sohn im Examen» allerdings ist es der Lehrer, der an diesem Examenmorgen mehr zittert als alle seine Schüler und Schülerinnen zusammen. Denn Wenzel, sein Sohn, ist der Schwächste von allen. Das wird offenbar, als der Gemeindepräsident die Geschichte von der treuen Katze vorlesen lässt. Emil, der Arztsohn, brilliert wie eh und je. Nach der Lektüre bleibt er auf keine Frage die Antwort schuldig. «Emil wusste alles. aber fühlte nichts dabei», kommentiert der Erzähler. Und Wenzel denkt, wenn ich das bloss erzählen dürfte! Als sein Vater die Zeugnisse verteilt und sagen muss, dass «Wenzel, die schlechteste Note hat», fällt er in Ohnmacht. Da drängt sich der kleine Wenzel nach vorn. Und erzählt die Geschichte von der treuen Katze, die ihre Jungen gegen die Angriffe des Geiers verteidigt, mit einer Begeisterung und Inbrunst, dass die Klassenkameraden und die Behörden und am Ende sogar der aus der Bewusstlosigkeit erwachte Lehrer gebannt hinhören. Weiter
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