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Über die Armen weiss man schon genug. Der Soziologe Thomas Druyen erforscht die Reichen und die Superreichen. Wie macht er das? Klopft er einfach an Villentüren, muss er damit rechnen, für einen Bettler gehalten zu werden. Thomas Druyen hat auf natürlichem Weg zu den Reichen gefunden. Weiter
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1 Kommentar zu “Wie Reiche denken”
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Die Kernaussage von Thomas Druyen ist, dass wir in Zukunft ein neues Verhältnis zu den Vermögenden des Landes brauchen, weil ohne sie keine funktionierende Gesellschaft mehr möglich ist. Es muss eine neue Kultur des Miteinanders entstehen, in der sich die Vermögenden in Bereiche einbringen, aus denen sich der Staat immer mehr zurückzieht. Die Normalbürger andererseit sollen hierbei ihr Verhältnis zu den Vermögenden, das oftmals durch Skepsis oder Neid gekennzeichnet ist, normalisieren. Druyen unterscheidet in seine Analyse zwischen vermögend und (neu) reich.
Nur vermögende Menschen haben soziale Verantwortung und provozieren ihre Umwelt nicht, indem sie ihr Reichtum oberflächlich zur Schau stellen. Ich finde das Buch lesenswert, es stellt ein Aufruf an uns alle dar, das Verhältnis zwischen Normalbürgern und Vermögenden zu verbessern und erteilt allem Öberflächlichem, mit dem wir täglich in den Boulevardmedien konfrontiert werden, ein Absage.
U. Seberin am 19. März, 2008