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Für viele deutsche Fernsehzuschauer war er das Gesicht des Irak-Kriegs: Ulrich Tilgner, der Korrespondent des ZDF in Bagdad. Ulrich Tilgner berichtet seit über zwanzig Jahren aus den Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten. Für seine Berichterstattung über den Irak-Krieg erhielt er 2003 den renommierten "Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis". Im buch «der inszenierte Krieg», berichtet er über den Feldzug im Irak.
So intensiv wie selten zuvor versuchten die Krieg führenden Parteien, Journalisten für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Die USA hätten den Irak-Feldzug sogar als regelrechten "Informationskrieg" geführt, schreibt Tilgner: Zeitpunkt und Ziel der Angriffe seien "auch von Kamerapositionen und Sendeterminen bestimmt" worden. Tilgners Buch ist der Augenzeugenbericht eines erfahrenen Reporters. Der Autor bemüht sich um einen präzisen Blick auf die Kriegs- und Nachkriegsrealität, unverstellt von Propaganda. Das bleibt auch nach dem Ende der Angriffe lesenswert, zumal Tilgner vermutet, dass der Irak-Feldzug nur der Auftakt war für weitere Kriege nach ähnlichem Muster ist.
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