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Tod in Afrika erzählt von Afrikas grösster Tragödie: Aids. Wieso der Kampf gegen Aids in Afrika so schwer zu führen ist, erzählt ein Betroffener, Edwin Cameron. Von seinem Leben mit der HIV-Infektion in Johannesburg. Das Buch ist mehr als der Bericht eines Betroffenen: Cameron macht deutlich, warum Aids gerade Afrika so erbarmungslos heimsucht, welche Rolle Politiker und Pharma-Konzerne spielen und welche Wege aus der Krise führen. Nelson Mandela hat den Kampf gegen Aids als die nächste große Herausforderung Südafrikas nach dem Ende der Apartheid bezeichnet. Dass dies nicht übertrieben ist, zeigt Edwin Camerons Buch, das in Südafrika sofort zum Bestseller wurde. Cameron berichtet von seiner beginnenden Erkrankung und den panischen Versuchen, diese im Beruf und im Privatleben zu verbergen. Er erzählt, wie er als erster hoher Amtsinhaber in Südafrika seine Krankheit publik gemacht hat, mit rettenden Medikamenten versorgt werden konnte und zum führenden Aids-Aktivisten wurde. Das Buch ist bestechend, weil Cameron immer wieder über sein eigenes Schicksal hinaus den "schwarzen Kontinent" insgesamt in den Blick nimmt. Er erläutert, warum Infizierte hier so unvorstellbar rücksichtslos stigmatisiert werden, warum selbst höchste Politiker die Krankheit eher für eine Strafe halten und wie die Pharma-Industrie hiervon profitiert.

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