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Den Regen Regen sein lassen, auf der faulen Haut liegen, ein Buch lesen: damit war es nichts. Das Obst musste aufgelesen werden, bevor es draussen verfaulte. Die Knechte im Geäst schüttelten die Mostbirnen ab. Unten kauerten die fünf Eiholzkinder und lasen sie auf. Mit ihnen in der Reihe ein halbes Dutzend Schüler, die ein Sackgeld verdienen wollten oder mussten. Der Grossvater, ehemaliger Waisenvogt, stocherte mit seinem Gehstock im Laub und mäkelte, wenn eine Birne liegen geblieben war …
Otto Scherers Erinnerungen geben das detaillierte Bild einer bäuerlichen Gemeinschaft im luzernischen Meggen am Vierwaldstättersee, bevor sich diese bäuerliche Kultur in Landflucht und Mechanisierung aufgelöst hat. Er erzählt vom Aufgehobensein des Kindes in dieser Welt, von seinen Flegeljahren und vom Verrat des Jugendlichen beim Weggehen – in die Stadt. Erschienen im Limmatverlag.
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1 Kommentar zu “Eiholz - eine Kindheit im Zentrum der Welt”
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[…] Anfang der fünfziger Jahre zieht die Familie H. in ein kleines Dorf um. Doch mit dem kargen Leben auf dem Land kommt sie nicht zurecht. So flieht jeder für sich in eine schönere Welt der Träume und Illusionen. Mit diesem Roman, erweist sich Christian Haller als einer der grossen Autoren der Gegenwartsliteratur. Christian Haller erzählt in genauen Bildern vom »wunschlosen Unglück« einer Familie, die mit ihrer Zeit nicht zurecht zu kommen versteht. Es ist die feinnervig erzählte Geschichte von vier Menschen, die sich nach einem unbeschwerten Leben sehnen, die aber die Durchsetzungsstärke nicht aufbringen, sich dieses Leben zu sichern, und in der Folge lieber in Träumen Zuflucht suchen. Leseprobe / Verwandtes Thema: Eiholz […]
SchreibMitMir » Blog Archiv » Die besseren Zeiten am 20. März, 2007