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Die klassischen Tageszeitungen leiden an Leserschwund und Werbeeinnahmen. Sie sehen sich zu einschneidenden Sparmassnahmen gezwungen. Auch die Tagesschau hat innerhalb von 10 Jahren 11 Prozent Marktanteil verloren. Gleichzeitig verzeichnen Online-Portale wie das der Gratiszeitung 20 Minuten traumhafte Zuwachsraten. Auch beim Onlineauftritt des Schweizer Fernsehens hat sich die Zahl der Nutzer seit 2007 verdoppelt. Kein Wunder, dass die «Tagesschau» «der grösste Seniorenklub des Landes» mit einem Durchschnittsalter der Zuschauer von rund 60 Jahren wurde, wenn laut einer repräsentativen Untersuchung 95 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal pro Tag im Internet sind. Der Trend ist überall deutlich und unaufhaltbar: Das Internet wird immer mehr zur Mutter aller Medien. Mit dem Siegeszug des Internet hat das Fernsehen als Mittelpunkt eines jeden Schweizer Wohnzimmers ausgedient. «Die Zukunft heisst nicht Fernsehen, sie heisst Internet» Heiner Hug, der 38 Jahre lang als Vollblutjournalist in einem klassischen Medium tätig, diagnostiziert den dramatischen Wandel ohne Verbitterung und ohne Kulturpessimismus. Sein Buch ist zwar ein Abgesang auf die alte Flimmerkiste, aber keineswegs ein Abgesang auf das Fernsehen. Er ist überzeugt, «dass das Fernsehen neu geboren wird - mit vielen neuen Möglichkeiten».
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